Umkehrosmoseanlagen

 
  Bei der Umkehrosmose werden 90 bis 99 % der gelösten Stoffe aus dem Wasser entnommen. Damit ist es eines der gründlichsten Filterverfahren, es wird nahezu die Qualität von destilliertem Wasser erreicht. Das gefilterte Wasser ist mit hoher Sicherheit frei von Keimen, Schwermetallen, Abbauprodukten von Arzneimitteln sowie Mineralstoffen, also auch Kalk. Im menschlichen Körper steht das Wasser dann für seine wichtige Aufgabe des Ausschleusens von Stoffwechselendprodukten ohne Einschränkung zur Verfügung. Da die vitale Qualität des Wassers durch den Filtervorgang fast völlig genommen wird, empfiehlt sich als letzte Aufbereitungsstufe eine Vitalisierung oder Verwirblung. Dadurch wird auch der anfangs ungewohnt strenge Geschmack des hochreinen Wassers angenehm gemildert.

Umkehrosmoseanlagen arbeiten stromlos auf Basis des Leitungswasserdrucks. Da der Filtervorgang sehr langsam abläuft (1-3 Liter/h) muss auf Vorrat gefiltert werden. Bei festinstallierten Anlagen wird hierzu in der Regel ein Druckspeicher mitgeliefert, der einen Vorrat von ca. 8 Liter Wasser bereithalten kann. Technisch bedingt fällt die vier- bis fünffache Menge an Abwasser an. Bei besonderer Technik kann der Wasserverlust auf ein Liter Abwasser pro ein Liter Filtrat gesenkt werden.

Das muss eigentlich nicht an dieser Stelle hinein

Arzneimittel im Leitungswasser

Seit einigen Jahren wurde die Wissenschaft auf ein neues Problem im Trinkwasser aufmerksam: Abbauprodukte von Arzneimitteln und Pestiziden in feinsten Men-gen wurden erst in den Oberflächengewässern , schließlich im Grundwasser und letztendlich auch an den Trinkwasserhähnen der Verbraucher nachgewiesen. Diese Stoffe zeigen an, dass der Kreislauf vom Abwasser zum Trinkwasser zu eng geschlossen ist und dass die zwischengeschalteten Klärwerke und Wasserwerke nicht über die ausreichende Technik verfügen, um alle Abfallprodukte des Menschen sicher zu entfernen. Eine Einschätzung des Gefahrenpotentials dieser Stoffe ist schwierig, da es sich um eine große Menge unbekannter Stoffe handelt (verschiedene Abbaustadien) und diese dann in immer neuen Kombinationen vorliegen. Eine gesicherte statistische Untersuchung aller möglichen “Cocktails” ist nicht möglich, jede einzelne Untersuchung würde Jahre in Anspruch nehmen, während parallel das Experiment life am Trinkwasserkunden erfolgt.


Mineralstoffe im Leitungswasser

Die bekanntesten Mineralstoffe im Leitungswasser sind Kalzium und Magnesium, die Kalkbildner. Hartes, also kalkreiches Wasser, wie z.B. das Berliner Leitungswasser enthält relativ viel Kalzium und Magnesium. Diese und andere Mineralien können vom Körper aus dem Wasser aufgenommen werden, wenn er Mangel daran hat, aber der energetische Aufwand ist ungleich größer, als bei pflanzlich gebundenen Mineralstoffen. Wichtiger ist dagegen die Aufgabe des Wasser, Stoffwechselend-produkte und Schadstoffe aus dem Körper auszuleiten. Diese Aufgabe kann das Wasser besser wahrnehmen, wenn es von vornherein mit möglichst wenig Stoffen be-laden ist. Mineralstoffe im Wasser sind vermutlich also nicht ungesund, aber ein geringer Gehalt ist vorteilhaft.


Schwermetalle im Leitungswasser

Die üblicherweise in der Hausinstallation eingesetzten Trinkwasserleitungen aus Blei, verzinktem Eisen oder Kupfer können je nach Alter, Zustand, Qualität der Installation, der Kombination mit anderen Materialien und der Qualität des zufließenden Trinkwassers Schwermetalle in das Trinkwasser abgeben. Dabei handelt es sich vor allem um die gesundheitsgefährdenden Stoffe Blei, Cadmium, Zink und Kupfer. Die Giftwirkung der Schwermetalle ist bei Kindern bis zu 6 Jahren wesentlich stärker, da der Organismus einen höheren Wasserdurchsatz benötigt und die Ausscheidung von Schadstoffen schlechter oder gar nicht funktioniert.

 

2002 bestanden in Berlin noch 29.000 Hausanschlussleitungen aus Bleirohren. Damit besteht bei jedem 9. Haushalt das Risiko einer erhöhten Bleibelastung. Kinder reagieren auf erhöhte Bleiwerte mit Defiziten in der Sprachbeherrschung und Aussprache sowie mit Konzentrationsschwäche und schlechteren schulischen

Leistungen. Allgemeine Symptome für eine Bleivergiftung sind Magenstörungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Nierenstörungen.

Bei höheren Kupfergehalten im Trinkwasser besteht besonders bei Kleinkindern die Gefahr einer Schädigung der Leber. Bei Erwachsenen werden vorwiegend Störungen im Magen-Darm-Bereich beobachtet, außerdem gibt es Hinweise auf eine Störung der Vitamin-C-Aufnahme.

Für alle Schwermetalle gibt es in der für das Leitungswasser verbindlichen Trinkwasserverordnung Grenz- und Richtwerte. Diese werden am Auslauf der Wasserwerke regelmäßig überprüft, am Wasserhahn des Kunden in der Regel jedoch nur auf dessen Betreiben. Verantwortlich für die Einhaltung der Grenzwerte ist bis zur Wasseruhr der Wasserversorger (in Berlin die Berliner Wasserbetriebe), für die Qualität der Hausinstallation haftet in erster Linie der Vermieter.

Die aktuellen Grenz- und Richtwerte sind für Blei 0,025mg/l (ab 2013: 0,01 mg/l), für Cadmium 0,005 mg/l, für Zink 5 mg/l und für Kupfer 2 mg/l.


 
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