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Rund 2 Milliarden Menschen leben heute weltweit ohne Zugang zu sauberem
Trinkwasser, nur 5 % der Abwässer werden weltweit gereinigt, dadurch leidet
in den Entwicklungsländern jeder zweite Mensch an einer wasserbedingten
Krankheit, es sterben jährlich 5 Millionen Menschen durch unreines
Trinkwasser [Jahresgutachten 1997 des wissenschaftlichen Beirates "Globale
Umweltveränderungen" der Bundesregierung (WBGU)]. Auch in unserem
wohlhabenden Weltdrittel beginnen sich Probleme mit dem Trinkwasser
abzuzeichnen. Wie
GEO 2/2000
in "Schluck für Schluck ein Kunstprodukt"
berichtet, sind Wasserwerke in Deutschland gezwungen, teilweise
"dubiose Brühe aus Flüssen oder Grundwasserbrunnen in eine klare,
geschmacksneutrale Flüssigkeit, die alle Normen perfekt erfüllt" zu
verwandeln.
Das aktuelle Thema in diesem Zusammenhang sind Rückstände von
Arzneimitteln, die Anfang der 90er Jahre erstmals in Roh- und Trinkwasser
gefunden wurden. "Klar ist zunächst nur, wie Humanpharmaka in den
Wasserkreislauf gelangen: Patienten scheiden bis zu 50 % eines eingenommenen
Wirkstoffes unverändert wieder aus; Salben werden abgewaschen; alte
Tabletten in Toiletten entsorgt.
Krankenhäuser und Pharmafabriken leiten
medizinische Wirkstoffe ins Abwassersystem ein. Durch Lecks in der
Kanalisation oder undichte Hausmülldeponien können die Substanzen direkt ins
Grundwasser gelangen. Der Großteil aber landet in den Kläranlagen. Die
erhalten jedoch durchschnittlich nur etwa 60% der jeweiligen Substanz
zurück. Der Rest schwappt in Flüsse, ins Grundwasser, in die
Aufbereitungsanlagen - und sogar in die Haushaltsleitungen."
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Eiskristalle
von Wasserentnahmen aus unterschiedlichen Abschnitten eines Flusses in Japan |
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Diese Betrachtung macht deutlich, dass die Problematik des sauberen
Trinkwassers sich weder auf bestimmte Regionen der Welt beschränkt noch
isoliert von der gesamten Wassersituation gesehen werden sollte.
Deshalb
sind für uns alle Berührungspunkte von Interesse, die der Mensch mit dem
Wasserkreislauf hat.Dazu gehören in erster Linie die Qualität des
Trinkwassers und sinnvolle Möglichkeiten zu Ihrer Verbesserung. Dabei wollen
wir aber nicht stehen bleiben, die effektivste Vorsorge für stets sauberes
Trinkwasser ist schließlich das konsequente Vermeiden von
Schadstoffeinträgen aller Art in Wasser aller Art, denn Grundwasser,
Oberflächenwasser und Niederschlagswasser stehen über den Wasserkreislauf in
permanentem Austausch.
Daher legen wir Wert auf konkrete Angebote zum
Vermeiden von Verschmutzungen des Wasserkreislaufs, die in der Regel auch
langfristig kostensparend für den Anwender sind.
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